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Challenge 2

DER HARTE WEG IN DIE STEPPE KASACHSTANS

Wir sind süchtig geworden: süchtig nach der F 800 Adventure. Wir können es kaum erwarten, wieder auf den Startknopf zu drücken und mit einer Drehung der rechten Hand für Vortrieb zu sorgen. Es macht einfach Laune, mit dem Motorrad unterwegs zu sein!
Wie immer auf dem Weg nach Russland steigt die Spannung an der Grenze. Doch zu unserer Überraschung bekommen wir sofort alle Stempel und werden per Handschlag in die Arme der russischen Beamten weitergereicht. Nach weniger als 40 Minuten ist alles erledigt und wir sind in Russland. Wow!
In Richtung Ufa werden die Motorräder und wir auf eine harte Probe gestellt: Die F 800 GS Adventure muss beweisen, wie gut ihr Fahrwerk wirklich ist, und wir müssen Konzentration und Nervenstärke zeigen. Es herrscht Höllenverkehr und die Straße ist in einem schlechten Zustand: tiefe Schlaglöcher, wellige Spurrillen, garniert mit wahnsinnig fahrenden Russen. Die Motorräder arbeiten perfekt und halten die Spur. Dadurch können wir uns ganz auf den Verkehr konzentrieren – und das ist auch gut so.
Im Uralgebirge überqueren wir die geografische Grenze zwischen Europa und Asien und haben auch mächtig Spaß beim Kurvenfahren. Kasachstan erwartet uns mit einer völlig desolaten Hauptstraße, die sich aber dann in eine traumhafte Piste verwandelt. Wir navigieren uns per Kompass vorbei an endlosen Feldern und Sümpfen weiter gen Osten. Hier fühlt sich die F 800 GS Adventure so richtig wohl. Wir auch – dank der perfekten Ergonomie.

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Challenge 4

Sand, Stein- und Schotterpisten in der Mongolei

Das Land Dschingis Khans: die Mongolei. Man kann sie lieben oder hassen, man kann berauscht sein von der Landschaft oder völlig gelangweilt, man kann in der Steppe verdursten oder in tiefen Flüssen ertrinken.
Grandios öffnet sich der mongolische Altai vor uns: Sandige Schotterwege führen in das Land hinein. Schneebedeckte Berggipfel thronen über der Steppe. Kamele, Pferde und Schafe lassen es sich auf den Weiden gut gehen. Wir genießen eine zügige Fahrt auf den Pisten, lassen uns den mongolischen Wind ins Gesicht blasen und vertrauen voll und ganz auf die Fähigkeiten unserer F 800 GS Adventure. Das Fahrwerk arbeitet hart, aber sicher, wir haben Traktion und kommen sehr entspannt vorwärts.
Wir tauchen tief in die Steppe ein. Der Zustand der Pisten wird immer schlechter, und wir werden bis auf die Knochen durchgeschüttelt. Eine große Hilfe ist der elastische Motor der F 800 GS Adventure. So können wir entspannt und konzentriert fahren, und trotzdem steht immer genügend Power für einen rettenden Gasstoß zur Verfügung.
Die Einöde der Steppe und der Zustand der Pisten kosten Kraft und gehen an die Nerven. Wir kämpfen uns über das schier endlose Wellblech und sind immer wieder erstaunt, wie klaglos die Motorräder diese Belastung wegstecken. Auch wenn uns die Wellblechpisten bis ins Mark treffen – die F 800 GS Adventure übersteht die Kilometer ebenso unbeschadet wie unbeeindruckt.

Challenge 5

AUGE IN AUGE MIT DER BAIKAL-AMUR-MAGISTRALE

Meine Frau Corinna hat die F 800 GS Adventure von meinem bisherigen Gefährten Joop übernommen. Wir brechen weiter nach Russland auf, und zwischen Ulan Bator und Ulan-Ude kann sich Corinna erstmals vom Offroad-Können der GS überzeugen. Weiter geht es zum Baikalsee, wo wir auf der Insel Olchon unsere Energiereserven wieder auffüllen.
Und dann ist sie da, die berühmte Baikal-Amur-Magistrale. Dank des einsetzenden Regens hält sich der Staub auf den Schotterpisten in Grenzen, und wir können die Enduros laufen lassen. Die Strecke wird herausfordernder: Wechselnde Untergründe und Streckenzustände verlangen unsere volle Konzentration. Es folgen Schlaglöcher, Flussdurchfahrten und Brücken in jedem Zustand. Dazu Milliarden blutrünstiger Mücken. Mit breitem Grinsen stellen wir uns den Herausforderungen und genießen das leichte Handling der F 800 GS Adventure auf der BAM.
Plötzlich stehen wir vor der Entscheidung des Tages: Brücke oder Wasser? Nach kurzem Abwägen geht es mit den Motorrädern durch das Flussbett. Nach einer Stunde hoch konzentrierter Knochenarbeit werden wir von einem Ehepaar aufgenommen, in dessen Haus wir unsere Kleidung und uns selbst trockenlegen dürfen. Uns strahlt echte russische Gastfreundschaft bei einem deftigen Essen entgegen, und als Höhepunkt dürfen wir in der Banja (Sauna) entspannen. Was für eine Challenge!

Challenge 6

Abenteuerliche Brücken auf der Road of Bones

Corinna hat einen Tag Pause, und ich mache mich allein auf den Weg zur berühmten Vidim-Brücke. Die Strecke ist völlig verlassen, und die Widrigkeiten nehmen zu: völlig marode Brücken, tiefe Wasserlöcher, Schlamm und Sand. Obwohl meine F 800 GS Adventure sich nicht stoppen lässt, entscheide ich mich zur Umkehr.
Auf einer baufälligen Brücke passiert etwas, vor dem Dich auch nicht die beste Enduro der Welt bewahren kann: Als ich über die morschen, einspurigen Bretter balanciere, rutsche ich ab und stürze mit der GS etwa acht Meter in die Tiefe.
Als ich nach dem Aufprall die Augen öffne, bin ich trotz des Schocks erleichtert: Arme und Beine kann ich bewegen, nur die Hände und der Kopf schmerzen. Ich schleppe mich den Hang hinauf und sende via Sattelitentelefon einen Hilferuf an Corinna ab.
In brütender Hitze und mit Millionen von Mücken warte ich und hoffe, dass mich Corinna in wenigen Stunden erreichen kann. Nach einer schier unendlichen Zeit höre ich plötzlich ein Motorengeräusch! Tatsächlich kreuzt ein Versorgungs-LKW diese sonst unbefahrene Strecke. Hier draußen hilft man einander, und so bergen die beiden Fahrer mit ihrem Kranausleger die GS aus der Tiefe. Dass ich die Vidim-Brücke jetzt auf sechs Rädern überquere, macht mir nur wenig aus – es ist nicht weniger spektakulär als mit dem Motorrad.
In einer nahe gelegenen Krankenstation werde ich erstversorgt und dann per Zug zurück zu Corinna geschickt. Am nächsten Tag werde ich geröntgt (es gibt nur ein funktionierendes Gerät in der Region) und komme dann zurück ins Krankenhaus, wo ich zusammengeflickt werde. Die Diagnose: Nur ein paar Schrammen und zwei gebrochene Handgelenke, und die Bänder im Knie sind lädiert. Glück im Unglück!
Corinna kümmert sich um den Heimtransport von Mensch und Maschine nach München. Hier im fernen Osten Sibiriens gerät sogar der ADAC an seine Grenzen. Nach 50 Stunden mit der Transsibirischen Eisenbahn sind wir am Moskauer Flughafen, von wo es zurück in die Bayerische Metropole geht. Hier warten schon die Ärzte auf mich, um mich nochmals komplett durchzuchecken. Auch die deutschen Männer in Weiß geben Entwarnung: Keine schwerwiegenden Verletzungen, und auch die Handgelenke sollten in ein paar Wochen wieder zu 100 % hergestellt sein.
„Hard Way East“ hat ein unerwartetes Ende genommen, was bei solch einer extremen Reise nie ganz ausgeschlossen werden kann. Trotz des Unfalls sind Corinna und ich wohlauf und unsere Herzen voller positiver Erinnerungen an die gastfreundlichen und hilfsbereiten Russen.
Und die F 800 GS Adventure? Sie hat bewiesen, dass sie in der Tat UNSTOPPABLE ist. Sie ist zwar auch vom Sturz gezeichnet – ein paar Kratzer in der Seitenverkleidung –, aber sie war sofort wieder startklar. Auch wenn der Fahrer an seine Grenzen kommen mag – die GS ist ADVENTURE UNLIMITED.