veröffentlicht am 01.09.2013 um 10:09 Uhr
Faszination

Von Paris nach Peking und dann den langen Weg zurück…

Mehr als zwei Monate nach dem Start am Eiffelturm in Paris, kam eine große Gruppe von GS Fahrern aus ganz Europa nach 16.000 alles verändernden Kilometern durch 15 Länder in Peking an. Tour-Guide Eric Massiet du Biest hat seine Rückreise bereits angetreten, fand jedoch einige Minuten, um die unvergessliche Entdeckungsreise zu reflektieren.

25 BMW GS und GS Adventure Fahrer gingen auf die Tour, 16 davon hatten Beifahrer dabei – und alle kamen nach einer harten, aber fantastischen Fahrt sicher in Peking an. Unterwegs entdeckten sie Orte, von denen sie sich zuvor nicht hätten vorstellen können, dort mit dem Motorrad hinzukommen. Diese erste Gruppe nannte sich die ‚Marcos‘.

Eine zweite Gruppe mit 10 GS Fahrern stieß in Taschkent hinzu. Diese Gruppe nannte sich die ‚Polos‘ und sie folgten den ‚Marcos‘ auf dem Fuße, allerdings mit einem Tag Abstand. Jetzt bestand die Gruppe aus Franzosen, Schweizern, Schweden, Italienern, Belgiern und Amerikanern, und alle teilten den gleichen Traum nach Abenteuer. Für alle war einer der vielen Höhepunkte der Tour die Passage durch den Iran und Zentralasien (Tadschikistan und Kirgisistan). Deshalb plant Eric für 2015 eine GS Tour gezielt durch diese Region.

So hart wie die Reise auch war – vor allem durch das Pamir-Gebirge und über die gefährlichen Straßen in China – das gemeinsame Erleben von Schwierigkeiten und der gemeinsame Erfolg, diese zu überwinden, macht diese Art des Reisens so besonders. Unterstützt wurde die Gruppe dabei natürlich von der außergewöhnlichen Performance und Zuverlässigkeit der GS Motorräder, die die Fahrer sicher durch einige unwirtliche Gebiete brachten, ohne auch nur die kleinste Schwierigkeit zu verursachen.

Eric bestätigt: „Seit meinem Start als Reise-Organisator 2008, nehme ich zu jeder Fahrt eine umfangreiche Kollektion an Ersatzteilen mit. Aber auch auf dieser Reise habe ich viel Energie darauf verwendet, die Ersatzteile zu transportieren, und keines davon gebraucht! Addiert man die Kilometer jedes Tour-Teilnehmers von Paris nach Peking kommen wir auf eine Gesamtsumme von 550.000 Kilometern mit 35 unterschiedlichen R 1200 GS. Außer einem Kugellager am Hinterrad einer GS mit 90.000 Kilometern, drei platten Reifen und einigen Kleinigkeiten, die von Stürzen verursacht wurden, hatten wir keinerlei Arbeit mit den R 1200 GS! Das ist hervorragend! Wir haben nach der Hälfte der Strecke Öl und Filter getauscht und das war’s!“

Nach der Ankunft in Peking feierten die ‚Marcos‘ und die ‚Polos‘ stolz und erleichtert beim gemeinsamen Abendessen. Danach flogen die meisten Teilnehmer zurück in ihre Heimat. Drei Paare frönten weiterhin ihrer Reiselust und nahmen den legendären Orient Express nach Nordwesten in Richtung Ulan Bator, dann Irkutsk und schließlich bis nach Moskau. Für Eric und sein Team war es Zeit, die GS Bikes in ihre Transportboxen zu verpacken und sie in zwei Container in Richtung Europa zu schicken.

Am 15. August erhielten Eric und eine neue Gruppe von Motorradfahrern dank dem Partner Beijing Youth Daily Press Group die offizielle Erlaubnis für ihren ‚langen Weg zurück’. Beamte der Polizei in Peking, Gesandte des Bürgermeisters, Vertreter von BMW Motorrad China und viele chinesische Motorradfahrer kamen, um der Gruppe von sechs Franzosen, die Eric auf der 25.000 Kilometer langen Expedition durch Asien in den nächsten drei Monaten begleiten, eine gute Reise zu wünschen. Seit zwei Jahren bereiten sich die Teilnehmer mit Wintercamps und Geländetrainings auf die Anforderungen dieses Abenteuer vor. Neben den obligatorischen Visa und dem Papierkram gibt es keine Road-Books oder bereits gebuchte Hotels. Alles, was sie zum Schlafen, Essen und für die Tour benötigen, haben sie bei sich. Der Plan lautet, in einige abgelegene Gegenden zu fahren, denn Eric ist fest davon überzeugt, dass alle gut vorbereitet sind und er sich wie immer hervorragend um die Gruppe kümmern wird.

„Diese Route ist vollkommen anders, als die Hinfahrt”, bestätigt Eric. „Dieses Mal fahren wir durch die Mongolei und die Wüste Gobi, durch die Taklimakan Wüste, Tibet, Nepal, Ladakh und ich hoffe auch durch das Zanskar Tal. Es gibt noch ein paar offene Punkte zu klären, um durch Pakistan zu fahren. Momentan ist das ziemlich gefährlich. Wir wollten Lahore, Meltan und Quetta durchfahren, aber die Taliban sind sehr aktiv dort. Und ich denke, niemand würde auch nur einen Cent Lösegeld für uns zahlen! Daher arbeite ich gerade an Plan B, um den Iran sicher zu erreichen und Pakistan zu meiden. Ich bin vielleicht ein bisschen verrückt, aber nicht lebensmüde!“

Seiner R 1200 GS hat er zwischenzeitlich den Namen ‚Cirrus’ verpasst und nach mehr als 35.000 Kilometern weiß Eric, dass er den gut eingefahren flüssigkeitsgekühlten Boxer nach seiner Tour nur ungern wieder an BMW zurückgeben wird.

„Ich glaube, es wird schwierig für BMW, das Motorrad zurückzubekommen” so Eric. „Ich könnte sie einfach behalten und nach dem langen Weg zurück bis nach Afrika fahren. Dann können sie mich einfach nicht kriegen! Wenn ich dann im November zurück komme, habe ich in weniger als einem Jahr 60.000 Kilometer auf die R 1200 GS gefahren und uns verbindet eine echte Liebesgeschichte. Ich spreche mit ihr, sie sorgt für mich und zusammen helfen wir unseren Kunden, ihre Träume zu verwirklichen. Nach der ‚One World One R 1200 GS’ Welt-Tournee und dieser Paris-Peking Expedition habe ich jetzt das Vergnügen, sie wieder nach Hause zu fahren.“

Lesen Sie mehr über die GS Fahrer auf ihrer zweimonatigen Tour von Peking zurück nach Europa auf http://gs-paris-pekin.T3.fr. Dort gibt es regelmäßige Blogeinträge, Neuigkeiten, Videos und Fotos. Verfolgen Sie die Tour von Eric, Cirrus und dem Rest der GS Gruppe außerdem unter http://goo.gl/7VTQ9H.