Hindernisse sind zum Überwinden da.

GS-Fahrerin Jocelin räumt mit einem Mythos auf.

Jocelin bei der Qualifikation für die Int. GS Trophy. 

Klein und oho.

Jocelin wird beim Finale alles geben – allein schon aus Dankbarkeit für die Möglichkeit, dabei zu sein.    

Klein und oho.

Jocelin Snow ragt zwar nur 1,55 Meter aus ihren Enduro-Stiefeln, aber trumpft groß auf — im Motorradsport ebenso wie im Leben. Die kleine Kalifornierin hat sich einen Platz in einem der beiden Frauenteams für die Int. GS Trophy 2018 erkämpft und kann es kaum abwarten, vom heimischen Monterey County in die Mongolei zu reisen und sich beim diesjährigen Finale mit den Kerlen — und Girls — zu messen.

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Ich freue mich wahnsinnig auf diesen Wettkampf. Es wird ein zähes Ringen, das uns alles abverlangen wird.

Jocelin Snow

Multitasking aus Prinzip.

„Übung macht die Meisterin“, sagt sich Jocelin Snow.    

Multitasking aus Prinzip.

Bei aller Dankbarkeit – Jocelin hat sich den Platz im Team enorm hart erarbeitet, damit sie am Finale der lnt. GS Trophy teilnehmen kann. Die eiserne Arbeitsmoral prägt auch ihren Alltag: Sie leitet zwei Unternehmen, ist zusätzlich als Markenvertreterin für SENA und Clearwater Lights tätig und findet trotzdem noch die Zeit, ehrenamtlich als Gasttrainerin im offiziellen BMW Trainingszentrum RawHyde Adventures zu arbeiten.

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Großes Potential.

Jocelin genießt den Blick auf den Pazifik.    

Großes Potential.

Besonders inspirierend findet sie es allerdings, anderen Fahrerinnen und Fahrern dabei zu helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Viele ihrer Schützlinge gewinnt sie dafür, sich an eine große BMW GS-Maschine heranzuwagen, von der sie sich bislang überfordert fühlten. Jocelin kann sich gut in sie hineinversetzen, denn sie selbst überrascht seit Jahren alle Welt mit ihrer Motorradwahl. Sie hat Rennerfahrung in allen Motorradsportvarianten — von Flachbahn bis Motocross, von Supermoto bis Straßenrennen — und weiß also, wovon sie spricht.

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Die Größe ihrer BMW R 1200 GS Adventure ist für Jocelin kein Grund zur Schüchternheit.    

„Can-do“-Mentalität.

Blick aufs Meer nach einer Tour auf der R 1200 GS Rallye.    

„Can-do“-Mentalität.

„Ich habe in meinem Leben schon 38 Motorräder besessen. Darunter waren nur wenige, auf denen ich mit den Füßen bis zum Boden reichte. Für mich war das immer ganz normal“, sagt die ehemalige Rennmechanikerin, die auch mal ihre eigene Fahrschule hatte. „Heute habe ich in meiner Garage eine 2016 R 1200 GS Adventure und eine 2017 R 1200 GS Rallye. Und dann noch eine G 310 GS, die ich noch gar nicht ausprobiert habe – ich hatte noch keine Zeit!”  

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Jocelin beim Motorradfahren zuzuschauen, ist schon wegen ihres enormen Könnens inspirierend. Besonders beeindruckend zu sehen ist allerdings, wie sie stoppt und startet — immerhin mit 250 Kilogramm schweren Motorrädern, auf denen sie mit den Füßen gar nicht richtig an den Boden kommt. Wie sie dieses Problem löst, ist absolut sehenswert — vor allem für all diejenigen, die meinen, eine 1200er BMW GS sei für eher klein gewachsene Personen als Off-Road-Maschine zu groß.

„Stimmt – auf der GS Rallye komme ich mit den Füßen nicht an den Boden. Wenn ich anhalte, lasse ich mich einfach so weit vom Sitz gleiten, dass ich mit einem Fuß den Boden erreiche. In technischem Gelände springe ich ganz von der Maschine und stelle mich dann neben das Motorrad. Zum Starten mache ich dasselbe in umgekehrter Reihenfolge.“ 

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Meine GS Adventure ist werksseitig tiefergelegt, sodass ich mit meinen Zehenspitzen so gerade den Boden berühre.

Jocelin Snow

Auf einer großen GS-Maschine lässt sich Jocelin vom Sitz gleiten bis sie den Boden berührt.    

Die GS-Begeisterung mit anderen teilen.

Auf Jocelin warten die Mongolei und das Finale der International GS Trophy 2018.    

Die GS-Begeisterung mit anderen teilen.

Sie gibt Off-Road-Trainings für große und starke Kerle, beantwortet auf ihren Social-Media-Kanälen Fragen über Fragen und blüht auf, wenn sie Frauen und Männern, die sich nicht an große GS-Maschinen herantrauen, weil sie meinen, sie seien zu klein oder nicht stark genug oder hätten nicht genug Selbstvertrauen, davon überzeugen kann, dass das sehr wohl machbar ist.

„Jeden Tag fragt mich jemand, wie ich mit meiner Körpergröße eine 1200 GS fahren kann. Ich antworte dann, dass Off-Road-Fahren leichter ist als das Handling vieler kleinerer Motorräder. Motor, Gleichgewicht, Drehmoment — in allen Punkten ist es einfacher. Wie immer im Leben gilt auch hier: Wenn du genügend übst, schaffst du es. Es gibt da diesen Mythos, offroad könnten mit diesen GS-Maschinen nur große und starke Kerle umgehen. Es macht mir immer wieder Spaß, diesen Mythos zu entzaubern. Von falschen Informationen sollte sich niemand in seinem Motorradfahrerleben einengen lassen. Aufsitzen und losfahren — was ich schaffe, schaffst du auch.“  

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Der besondere Spirit der Community.

Bei den männlichen Betreuern der US-Qualifikation für die Int. GS Trophy genießt Jocelin großen Respekt.    

Der besondere Spirit der Community.

Jocelin weiß die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der GS-Community zu schätzen: Sie hatte nie Probleme als weibliche Trainerin in einem überwiegend männlichen Umfeld. Sie führt das auf ihre Leidenschaft und positive Einstellung zurück und darauf, dass sie jede Übung vormachen muss. Dadurch erwirbt sie sich immer schnell den Respekt der Leute, denen sie etwas beibringt.

Sie fühlt sich wohl in ihrer Haut — und auf ihrer GS. Jocelin ist eine Trophy-Teilnehmerin, mit der man rechnen muss. Sie will bei der Int. GS Trophy andere Fahrerinnen inspirieren und dazu bewegen, in ihre Fußstapfen zu treten und sich auch dann ehrgeizige Ziele zu setzen, wenn die eigene Körpergröße etwas Anderes sagt. 

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„Am meisten macht es mir Spaß, andere Menschen zu inspirieren und ihnen zu helfen, ihr Potenzial voll auszuleben. Ich ermuntere Fahrerinnen und Fahrer gerne, angstfrei ihre Träume zu verwirklichen und sich diese Träume von niemandem streitig machen zu lassen. Wenn es mir gelingt, bei einer einzigen Fahrerin oder einem Fahrer die entscheidende Veränderung zu bewirken, habe ich meine Mission schon erfüllt.“  

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