Für Petrucci endete damit seine Zeit auf der #9 BMW M 1000 RR. Der Italiener belegte bei seinem letzten gemeinsamen Rennwochenende die Plätze 17, 19 und 20. Die Ergebnisse rückten angesichts des Abschieds jedoch in den Hintergrund. Auf der Bühne der Paddock Show wurde Petrucci von Team und Fans mit bewegenden Worten gewürdigt. „Ich bin wirklich happy. Ich möchte mich einfach bei BMW bedanken. Für mich war es ein Traum, für den größten Hersteller Europas Rennen zu fahren“, sagt Petrucci.

Auch Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport, blickt auf die gemeinsame Zeit zurück: „Danilo ist eine echte Kämpfernatur und hat bis zum Schluss nicht aufgegeben und immer maximalen Einsatz gezeigt. Es ist schade, dass wir in der WorldSBK gemeinsam nicht so erfolgreich waren wie erhofft. Doch wir sind alle Racer und wissen, dass das vorkommen kann. Er wird immer ein Teil unserer Familie bleiben – Grazie, Danilo!“ 

Sportlich verlief das Finale für BMW Motorrad Motorsport herausfordernd. Miguel Oliveira musste das erste Hauptrennen am Samstag aufgrund eines technischen Defekts vorzeitig beenden. Im Superpole Race am Sonntag belegte der Portugiese Rang elf. Im abschließenden zweiten Hauptrennen gelang ihm schließlich der Sprung in die Top-10. Als Zehnter sammelte Oliveira wichtige Punkte und sicherte BMW damit Rang drei in der Herstellerweltmeisterschaft. 

„Wir verlassen Jerez mit einem guten Gefühl, denn wir haben heute etwas ausprobiert, das sich im zweiten Rennen als sehr positiv erwiesen hat“, sagt Oliveira. Nach den Schwierigkeiten im Qualifying und dem Ausfall am Samstag habe sich das Team am Sonntag verbessern können. Sein Blick richtet sich nun bereits auf die Vorbereitung der kommenden Saison und die Wintertests. Gleichzeitig verabschiedete auch Oliveira seinen Teamkollegen: „Er war ein großartiger Teamkollege und ein toller Mensch, und wir werden ihn definitiv vermissen.“

Hinter BMW Motorrad Motorsport liegt damit eine WorldSBK-Saison mit Podiumsplatzierungen, aber auch Rückschlägen und Verletzungen beider Werksfahrer. Trotz des verpassten Ziels, 2026 Rennen zu gewinnen, sieht das Team Potenzial für die weitere Entwicklung. In vielen Rennen sei die Performance besser gewesen als 2025, erklärt Christian Gonschor, Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport. Entscheidend sei nun, diese Geschwindigkeit künftig konsequent in Ergebnisse umzusetzen.

Der Fokus richtet sich bereits auf 2027. Mit einem neuen Motorrad, neuen Regeln sowie Miguel Oliveira und Neuzugang Brad Binder startet BMW Motorrad Motorsport in das nächste Kapitel der WorldSBK.

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